• Elke Erben

Straße der Arbeit

Lesung und Musik im Alten Baumwolllager am 03.09.2022

Ulrike Anna Bleier ist in diesem Jahr für das NRW-Residenzprogramm stadt.land.text in Oberberg unterwegs auf der Straße der Arbeit. Dort trifft sie Menschen, deren Geschichten zur Arbeit sie aufschreibt: von Menschen, die Bäume fällen, von Jagd- und Therapiehunden, von der Dolmetscherin, die Flucht-schicksale übersetzt und natürlich auch von Friedrich Engels, in dessen väterlicher Fabrik sie an diesem Abend liest.


Musikalisch umrahmt wird die Lesung von Steffen Thede und Paul Lindenauer. Sie spielen US-amerikanische Folk-Musik, die auch von der schwer arbeitenden Bevölkerung erzählt.


Das Publikum lauscht gespannt den Geschichten, folgt den Rhythmen der Musik - und lässt sich am Ende gerne ein auf ein Gespräch zwischen Künstler:innen und Zuhörer:innen. Welche Arbeit bestimmt mein Leben? Wie groß ist der Gegensatz zwischen Arbeit und Vergnügen? Und wie groß ist eigentlich die Freiheit, sich seine Arbeit zu wählen? Unterschiede werden deutlich - begründet durch die jeweils persönliche Lebenssituation und die jedem eigene Begabung, das Eine oder das Andere zu tun.

Die Geschichten führen zur Straße der Arbeit zurück: Hier finden viele verschiedene Menschen mit ihren Berufen und Tätigkeiten Beachtung und Wertschätzung dadurch, dass ihnen Raum gegeben wird, von sich zu erzählen. Wir durften zuhören – und weil Erzählen Erzählen auslöst, auch gleich mitreden!


Unter „Erste Schritte“ ist auch ein Interview mit Ulrike Anna Bleier zu finden, deren neuer Roman „Spukhafte Fernwirkung“ in diesen Tagen erscheint!


https://www.engelsart.de/ulrikeannableier



Text: Katja Gerlach

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