Facetten des Bucheinbands

von der

Ründerother Geschäftsbücherfabrik Gustav Jaeger

zu den

Unikateinbänden der Meister der Einbandkunst e.V. im Alten Wolllager Engels-Platz 2, 51766 Engelskirchen

Freitag, 9. Oktober, 11.00 – 18.00 Uhr

Samstag, 10. Oktober, 11.00 – 18.00 Uhr

15.00 Uhr Vernissage mit Grußwort des Bürgermeisters Dr. Gero Karthaus

mit kleinen Präsentationen aus den Werkstätten der MDE Mitglieder

sowie Filmvorführungen zum Thema Einbandkunst

Sonntag, 11. Oktober 10.00 – 18.00 Uhr

10.00-16.00 Uhr Kalligraphie-Workshop mit der Schriftkünstlerin Carola Lenk

(Anmeldung erforderlich: carola.lenk@papierfluesterin.com)

Ab 17 Uhr Finissage: Gespräch mit Christine Jaeger und Karsten Heider

Weitere Informationen auf unserer Homepage, bei Facebook und in der Presse. Um Voranmeldung wird gebeten: 02263 7158018 oder info@antiquariat-peteribbetson.de (Ahle/ Heider).

Im Alten Baumwolllager in Engelskirchen dreht sich vom 9.-11. Oktober 2020 alles um den Bucheinband.

Die Kunst- und Kulturinitiative EngelsArt stellt im Kooperation mit dem Verein Meister der Einbandkunst e.V. das Buchbinderhandwerk in seinen verschiedenen Facetten von der historischen Ründerother Geschäftsbücherfabrik Gustav Jaeger bis zum künstlerischen Handeinband der Gegenwart vor.

Bis heute ist das 12 000m² große Industriegelände der alten Geschäftsbücherfabrik in der Oststraße mit seinen markanten roten Ziegelbauten ein prägender Bestandteil des Ründerother Ortsbildes, auch, wenn der Schornstein dort seit 1973 nicht mehr raucht.

Seit die Entwickungsgesellschaft Engelskirchen vor einigen Jahren den Industriekomplex kaufte, um ein regionales Innovationszentrum zu planen, ist die Bücherfabrik wieder ins Interesse der Öffentlichkeit gerückt. Doch nur wenige erinnern sich noch, dass die Firma Gustav Jaeger vor Beginn des 2. Weltkriegs die führende Geschäftsbücherfabrik in Westdeutschland war und zu ihren Spitzenzeiten über 700 Mitarbeiter beschäftigte. Noch in den 1950er Jahren war sie mit etwa 500 Mitarbeitern einer der beiden großen Arbeitgeber in Ründeroth – Grund genug, in einer dreitägigen Austtellung daran zu erinnern

Von Freitag bis Sonntag sind im Alten Baumwolllager schwere Geschäfts- und Kontobücher mit marmoriertem Schnitt zu sehen, neben Stempeln, Klischees, Schriften und anderen Werkzeuge und Materialien zur Herstellung von Bucheinbänden, ergänzt durch historische Fotografien. Karsten Heider vom Antiquariat Peter Ibbetson in Ründeroth stellt dafür Leihgaben aus seiner privaten Sammlung zur Verfügung.

Fotos: Heimatbildarchiv des Oberbergischen Kreises

Den Bogen in die Gegenwart spannt eine Präsentation künstlerischer Handeinbände der Gegenwart von Mitgliedern des Vereins Meister der Einbandkunst e.V (MDE) und anderen engagierten Buchbinderinnen und Buchbindern. Neben traditionellen Techniken in Leder, Pergament und Papier gewinnen bei der Gestaltung des Bucheinbandes auch zunehmend experimentelle Techniken und neue Materialien an Bedeutung.

Die vielfältigen neuen Einbände können zum größen Teil käuflich erworben werden. Während des gesamten Wochenendes besteht die Möglichkeit, mit den Buchbinder*innen über ihr selten gewordenes Handwerk zu spechen oder ihnen bei kleinen buchbinderischen Präsentationen über die Schulter zu schauen. In einem halbstündigen Lehrfilm aus den 1930er Jahren wird gezeigt, wie in diversen Arbeitsschritten ein handwerklicher Bucheinband entsteht. Ergänzend bieten die Antiquare Anke Ahle und Karsten Heider seltene Literatur zum Thema Buchbinderei zum Verkauf an.

Zum Abschluss eines bunten Wochenendes gibt am Sonntag, den 11.10. die Gummersbacher Schriftkünstlerin Carola Lenk einen Einführungskurs in die Kalligraphie (Anmeldung erforderlich: carola.lenk@papierfluesterin.com).

Weitere Informationen unter www.engelsart.de und facebook.com/EngelsArt Um die Einhaltung der Coronaschutzmaßnahmen zu vereinfachen, wird für die Vernissage bzw. Finissage um Anmeldung gebeten: 02263 7150918 (Ahle/ Heider) oder info@antiquariat-peteribbetson.de