Umweltfreundlich und nicht zu weit von Städten entfernt

Preisverleihung beim ENGELSART-Schreibwettbewerb für Kinder und Jugendliche: Die Zukunft beginnt sofort

Mit der Preisverleihung fand der Kinder- und Jugend- Schreibwettbewerb der Kunst- und Kulturinitiative ENGELSART am 27. April im Rathaus in Engelskirchen seinen Abschluss.

Bürgermeister Dr. Gero Karthaus begrüßte die Preisträgerinnen und gestand, dass auch er als Jugendlicher Geschichten geschrieben hatte, von denen eine sogar bei einem Wettbewerb mit einem Buchpreis ausgezeichnet worden war.

Am Wettbewerb nahmen leider nur Mädchen teil, die ihre Ideen von der eigenen und der Zukunft ihres Heimatdorfes in Gedichten und Geschichten zu Papier gebracht hatten. Sie äußerten sich damit zum Wettbewerbsthema „Die Zukunft beginnt sofort“.

Es wurden mehrere besonders gelungene Beiträge eingereicht. Und so fiel es der Wettbewerbsjury – der auch Jugendliche angehörten – äußerst schwer, für den ersten Preis nur jeweils eine Arbeit pro Altersgruppe auszuwählen. Schließlich einigten sich die Juroren, so berichtete Karl Feldkamp, Organisator des Wettbewerbs und Mitglied des ENGELSART-Sprecherrats, jeweils zwei erste Preise in der Altersgruppe der 11- bis 13- und der 14- bis 18-Jährigen zu vergeben.

Einen ersten Preis erhielten Lena Berghoff (12 J.) aus Engelskirchen-Hardt mit ihrem Beitrag „Meine Zukunft“ sowie Karla Suchanek (12 J.) mit „Meine Prophezeiung“ aus Loope.

Die beiden Freundinnen schrieben über ihre Zukunftsträume, nach ihrem Studium in Engelskirchen eine gemeinsame Praxis als Tierärztin und Tiertherapeutin zu eröffnen.
Der Bürgermeister überreichte ihnen ein Preisgeld von je 100 € (gesponsert von EngelsArt), „als Grundstock für die gemeinsame Praxis“.

Buchpreise gewannen Jolin Kühn(13 J.) aus Gummersbach mit einem Gedicht über einen Tag in ihrem Leben und Selenay Düzenli (11 J.) aus Ründeroth mit ihrem Beitrag „Meine Zukunft und ich“.

In der Gruppe der 14- bis 18-Jährigen erhielten jeweils einen ebenfalls mit 100 € dotierten ersten Preis Jaclyn Patricia Schilling(16 J.) aus Bickenbach mit ihrem Text „Mein Leben begann…“. Darin vertritt sie die Ansicht, an Geburt und Tod, dem Beginn und Ende des Lebens, nichts ändern zu können. Aber das Leben dazwischen, das könnte und wollte sie für sich gestalten. Den weiteren ersten Preis gewann Janina Bott (14 J.) aus Rommersberg mit „Was möchte ich in 5 – 10 Jahren erreichen?“ Sie will dann gern in Engelskirchen leben, aber auch schon New York und Los Angeles gewesen sein.

Die erst 9 Jahre alte Amelie Fitzner aus Lindlar konnte sich am Schreibwettbewerb, der für Kinder ab 11 Jahren ausgeschrieben war, nur außer Konkurrenz beteiligen. Ihre Geschichte „Julia und der geheimnisvolle Spiegel“ gelang ihr aber so fantasievoll und spannend, dass die Jury Amelie mit 50 € und einem Buch einen Sonderpreis zusprach.

Der Vorsitzende der Wettbewerbsjury und Deutschlehrer, Harry Cremer, begründete die Preisvergabe und trug dazu jeweils seine Lieblingssätze aus den Textbeiträgen vor. Anschließend lasen die anwesenden Preisträgerinnen selbst Teile ihrer Werke vor und wurden vom aufmerksamen Publikum mit viel Beifall bedacht.

Musikalisch umrahmt wurde die Veranstaltung von Schülern der Musikschule Engelskirchen unter Leitung von Cornelius Frowein.

Es spielten Inga Zastrow, Anna Miebach und Johanna Angsten Violine sowie Lea Miebach und Lea Valdix am Flügel. Besonders tat sich der junge Pianist Benjamin Bach mit seinem temperamentvoll vorgetragenden Medley aus der Filmmusik aus „Fluch der Karibik“ hervor. Selbst seine Zugabe wurde begeistert beklatscht.

Nach der Preisvergabe diskutierten Bürgermeister Dr. Karthaus sowie die anwesenden Preisträgerinnen über Engelskirchens Zukunft.

Wie in ihren Texten erwähnt, konnten die Kinder und Jugendlichen sich vorstellen auch als Erwachsene in der Gemeinde Engelskirchen zu leben. Für ihre Dörfer wünschten sie sich umweltfreundliche Energiequellen, vielleicht einen Zoo und weiterhin auf dem Land im Grünen „nicht zu weit von Städten wie Gummersbach und Köln“ zu leben. Bürgermeister Karthaus war erstaunt über die ausgesprochen realistischen Wünsche seiner jungen Mitdiskutanten. Er würde, wenn immer ausreichend Geld im Gemeindehaushalt wäre, sich in der Zukunft für besonders attraktive Schwimmbäder, Sportanlagen und vor allem für umweltfreundliche Busse einsetzen, die möglichst häufig jeden Ort der Gemeinde Engelskirchen erreichbar machen.

Zum Schluss stellte Feldkamp für die Jahre 2015/16 einen neuen ENGELSART-Kinder- und Jugend-Schreibwettbewerb in Aussicht.
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